Dem polnischen Parlament (Sejm) wurde ein Entwurf zur Änderung des Arbeitsgesetzbuches vorgelegt, der die wöchentliche Arbeitszeit verkürzen soll. Die Abgeordneten, die den Vorschlag eingebracht haben, schlagen vor, den derzeitigen 40-Stunden-Tag durch einen 35-Stunden-Tag zu ersetzen. Dies soll durch eine Reduzierung der täglichen Arbeitszeit auf sieben Stunden erreicht werden. Der Vorschlag geht davon aus, dass die Vergütung trotz der verkürzten Arbeitszeit unverändert bleibt. Gleichzeitig sollen die Regelungen zu Überstunden so angepasst werden, dass eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 43 Stunden nicht überschritten werden kann.

Die Begründung für diese Änderungen liegt darin, den Mitarbeitern mehr Freizeit zu verschaffen. Dies soll Burnout vorbeugen und die Gesundheit der Polen verbessern. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die Mitarbeiter aufgrund der vermehrten Erholung ihre Produktivität in den verbleibenden Arbeitsstunden steigern würden. Darüber hinaus würde die Reduzierung der Arbeitsstunden zu einem Anstieg der Beschäftigung führen.

Es ist jedoch zweifelhaft, ob die Idee der Projektinitiatoren angesichts der enormen Herausforderungen für die polnische Wirtschaft Anklang finden wird. Obwohl Polen zu den dienstältesten Mitgliedern der OECD und der Europäischen Union zählt, dürfte sich daran in absehbarer Zeit nichts ändern.

Diese Mitteilung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.


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