Um eine Kündigung ordnungsgemäß durchzuführen, sollte der Arbeitgeber bei der Auswahl des zu kündigenden Mitarbeiters geeignete Kriterien berücksichtigen. Es ist wichtig, dass es sich nicht um eine Scheinkündigung handelt. Welche Pflichten hat der Arbeitgeber im Falle einer solchen Kündigung? Welche Rechte hat ein Mitarbeiter, dessen Arbeitsverhältnis aufgrund einer Kündigung beendet wird?

Was ist Positionseliminierung?

Die Streichung einer Stelle ist einer der Gründe, die ein Arbeitgeber zur Beendigung eines Arbeitsvertrags anführen kann. Die Entscheidung zur Streichung einer Stelle wird meist aufgrund von Strukturveränderungen, Umstrukturierungen oder der Notwendigkeit getroffen, Verantwortlichkeiten auf andere Mitarbeiter zu verteilen, um die Betriebsabläufe zu optimieren.

Welche Rechte hat ein Arbeitnehmer im Falle des Wegfalls einer Stelle?

Ein Arbeitnehmer, dessen Stelle gestrichen wurde, hat dieselben Rechte wie ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsvertrag aus anderen Gründen vom Arbeitgeber beendet wird. Im Wesentlichen hat der Arbeitnehmer Anspruch auf:

  • Inanspruchnahme von Urlaubstagen oder Ausgleich für nicht genommene Urlaubstage,
  • 2 Werktage Zeit für die Suche nach einer neuen Anstellung.
  • Abfindung bei Beendigung des Arbeitsvertrags aus Gründen, die dem Arbeitgeber zuzurechnen sind, wobei die Höhe der Abfindung von der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses abhängt.

Liquidation oder scheinbare Liquidation der Position?

Im Zusammenhang mit Stellenabbau ist es wichtig festzustellen, ob eine bestimmte Position besondere Merkmale aufwies oder innerhalb der Organisationsstruktur des Arbeitgebers repetitiv war. Stellenabbau bezeichnet eine organisatorische Veränderung, die darauf abzielt, eine bestimmte Position dauerhaft zu streichen und die damit verbundenen Aufgaben einzustellen.

Wann gehen wir mit der scheinbaren Liquidation einer Position um?

Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs gilt eine Stelle als faktisch aufgelöst, wenn sie zwar formell gestrichen, aber durch eine neue Stelle (mit anderer Bezeichnung) ersetzt wird, die faktisch dieselben Aufgaben erfüllt. Eine solche Aufhebung kann als faktisch gelten, wenn die Stellenänderung keine Änderung des Aufgabenbereichs oder eine tatsächliche Umstrukturierung der Arbeit mit sich bringt (Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 7. August 2019, Aktenzeichen: I PK 100/18).

Des Weiteren hat der Arbeitgeber das Recht, die Aufgaben der wegfallenden Stelle anderen Mitarbeitern zuzuweisen, unabhängig davon, ob es sich um Mitarbeiter anderer Positionen oder um Mitarbeiter außerhalb des Betriebs handelt. In diesem Fall gilt die Stelle als wegfallend, auch wenn die Aufgaben weiterhin für den Arbeitgeber ausgeführt werden (Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 20. Juni 2018, Aktenzeichen: I PK 48/17).

Das Recht des Arbeitnehmers, beim Gericht Berufung einzulegen

Ein Arbeitnehmer, der mit der Begründung des Arbeitgebers für die Beendigung seines Arbeitsvertrags nicht einverstanden ist, hat das Recht, beim Arbeitsgericht Berufung einzulegen. Das Gerichtsverfahren dient der Klärung, ob die Kündigung rechtmäßig und gerechtfertigt war oder lediglich vorgeschoben. Hierfür muss der Arbeitnehmer ausreichende Beweise zur Untermauerung seiner Position sammeln.

Es ist wichtig zu betonen, dass ein Arbeitsgericht nicht die Rechtmäßigkeit oder Angemessenheit der Entscheidung eines Arbeitgebers zur Änderung der Organisationsstruktur des Betriebs überprüft. Das Gericht kann lediglich beurteilen, ob die Streichung der Stelle tatsächlich und legitim war und nicht nur der formalen Entlassung des Arbeitnehmers diente.

Zusammenfassung

Im Falle einer Kündigung aufgrund der Streichung einer Stelle ist jeder Fall individuell zu prüfen. Dabei ist zu untersuchen, ob der angegebene Kündigungsgrund stichhaltig oder nur vorgeschoben ist. Entscheidend ist, festzustellen, ob die Umstrukturierung tatsächlich die Streichung der Stelle zum Ziel hatte und nicht nur eine formale Änderung ihrer Bezeichnung oder ihres Aufgabenbereichs vorsah.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.

Rechtsstatus ab dem 14. November 2024

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