Derivate stellen eine interessante Alternative für Anleger dar. Angesichts des wachsenden Interesses an Investitionen über Broker erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit. Sie ermöglichen ein schnelles Vermögenswachstum, bergen aber auch ein höheres Risiko und können daher zu raschen Verlusten führen. Doch was genau sind Optionen, Futures und Differenzkontrakte (CFDs) und worin unterscheiden sie sich?
Allen Derivaten ist gemeinsam, dass sie keinen inhärenten Wert repräsentieren. Ihr Wert hängt vielmehr vom Wert des zugrunde liegenden Vermögenswerts ab (z. B. einer Aktie, einer Währung oder eines Rohstoffs).
Terminkontrakte und Optionen sichern den Kauf- oder Verkaufspreis eines bestimmten Vermögenswerts ab. Während der Inhaber eines Terminkontrakts verpflichtet ist, zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen, hat er bei Optionen (wie der Name schon sagt) die Möglichkeit, die Transaktion auszuführen, ist aber nicht dazu verpflichtet.
Für den durchschnittlichen Anleger ist das wichtigste Instrument jedoch der CFD (Contract for Difference). Er stellt eine Wette zwischen dem Emittenten (in der Regel ein Broker) und dem Anleger dar. Der Anleger spekuliert auf die zukünftige Kursentwicklung eines bestimmten Vermögenswerts. Entspricht der Kurs seinen Prognosen, erzielt er einen Gewinn; andernfalls einen Verlust. CFDs nutzen häufig einen Hebel, der höhere Gewinne oder Verluste ermöglicht. Während Futures-Kontrakte an einer Börse gehandelt werden (wo Käufer und Verkäufer zusammentreffen), werden CFDs außerbörslich gehandelt. Ein CFD verbrieft nicht zwangsläufig einen physischen Vermögenswert.
Wenn Sie Ihr Geld anlegen, sollten Sie genau prüfen, worin Sie investieren. Broker bieten häufig CFDs auf Kryptowährungen an. Der Kauf eines solchen Vertrags bedeutet nicht, dass Sie Bitcoin oder Ethereum besitzen. Dies hat auch steuerliche Auswirkungen, da Differenzkontrakte (CFDs) und Kryptowährungen unterschiedlich behandelt werden.
Beim Handel mit CFDs wird der Gewinn aus der Ausführung des Kontrakts versteuert. Die Steuer beträgt 19 % der Differenz zwischen Ihrem Anlagebetrag und dem erhaltenen Betrag.
Die Steuererklärung ist für Anleger, die Broker mit Sitz in Polen oder einer Niederlassung hier nutzen, unkompliziert. Diese reichen bis Ende Februar das Formular PIT-8C ein, das lediglich in das Formular PIT-38 des Anlegers kopiert werden muss. Etwas komplizierter gestaltet sich die Abwicklung, wenn Broker keine PIT-8C-Formulare ausstellen. In diesem Fall müssen Sie die Steuererklärung selbst erstellen. Neben den Anlageerträgen müssen Sie auch Ausgaben angeben. Steuerlich absetzbare Ausgaben umfassen beispielsweise Provisionen für die Eröffnung und Schließung von Positionen sowie Gebühren für die Währungsumrechnung. Steuerberichte und Transaktionshistorien, die Broker ihren Kunden zur Verfügung stellen, können dabei hilfreich sein.
Denken Sie daran, dass Sie auch dann ein PIT-38-Formular einreichen müssen, wenn Sie Ihre Anlage mit einem Verlust schließen. Diesen Verlust können Sie dann in die Folgejahre vortragen.
Nächste Woche beschäftigen wir uns mit Steuererklärungen für Kryptowährungsinvestitionen.
Wenn Sie Ihre Steuerabrechnungen von der Börse einsehen oder diese Spezialisten anvertrauen möchten, wenden Sie sich bitte an unser Büro.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.
Rechtsstatus ab dem 14. Februar 2025
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