In einer Anfang April 2021 veröffentlichten Erklärung gab das Amt für den Schutz personenbezogener Daten bekannt, dass die irische Datenschutzbehörde (Datenschutzkommission) Ermittlungen zu dem Datenleck aufgenommen hat, von dem 533 Millionen Facebook-Nutzer, darunter etwa 2,7 Millionen polnische Nutzer, betroffen sind. Zu den veröffentlichten Daten gehören Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Geschlecht, Familienstand, Beruf und Wohnort.

Anfang 2020 nutzte ein unbekannter Täter eine Sicherheitslücke aus, die es ermöglichte, die mit jedem Facebook-Konto verknüpfte Telefonnummer anzuzeigen. So entstand eine Datenbank mit Informationen zu 533 Millionen Nutzern aus aller Welt. Im Januar 2021 veröffentlichte ein Hacker diese Datenbank mithilfe eines Bots im Messenger Telegram. Interessierte konnten die darin gespeicherten privaten Daten gegen eine geringe Gebühr einsehen.

Facebook Ireland Ltd. mit Sitz in Irland ist für den Betrieb des sozialen Netzwerks in Europa verantwortlich. Daher ist die Datenschutzkommission, das irische Pendant zum polnischen Amt für den Schutz personenbezogener Daten, die zuständige Behörde für diesen Fall. Gemäß Kapitel VII der DSGVO, insbesondere Artikel 60 Absatz 1 DSGVO, ist das Datenschutzzentrum als federführende Behörde zur Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden verpflichtet. Die polnische Aufsichtsbehörde führt mehrere grenzüberschreitende Verfahren gegen Facebook.

Durchgesickerte Daten sind ein ideales Werkzeug für Identitätsdiebstahl oder den Angriff auf die Banksicherheit. Besondere Vorsicht ist geboten bei Versuchen unbekannter Anrufer, sich mithilfe persönlicher Daten wie dem Geburtsdatum zu authentifizieren. Betrüger können E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Namen, Geburtsdaten oder andere über den Dienst übermittelte Daten nutzen, um sich als Bankmitarbeiter, Mobilfunkanbieter, Kurierdienst, Energieversorger oder Regierungsbeamter auszugeben. Die gängigste Methode besteht darin, ein ahnungsloses Opfer dazu zu verleiten, auf einen Link zu klicken, der zu einer speziell präparierten Website führt. Dort tätigt das Opfer Zahlungen, gibt Kreditkarteninformationen an oder teilt seine Bankzugangsdaten (Phishing). Sollten Sie eine unautorisierte Zahlung auf Ihrem Konto feststellen, melden Sie dies umgehend Ihrer Bank und beantragen Sie eine Rückerstattung. Gleichzeitig sollten Sie den Verdacht auf eine Straftat bei der nächsten Polizeidienststelle melden. Unter https://haveibeenpwned.com/ . Laut den Nutzungsbedingungen der Website werden die bei der Nutzung der Suchmaschine eingegebenen Daten nirgendwo gespeichert.

Das Internet, insbesondere soziale Medien, ist heutzutage ein gängiger Weg, um Geschäfte abzuwickeln und mit ausgewählten Institutionen zu kommunizieren. Facebook kann genutzt werden, um sich bei vielen verschiedenen Anwendungen anzumelden, darunter auch solchen, die die Weitergabe sensibler Daten erfordern (wie beispielsweise Uber). Daher ist es wichtig, stets sichere Passwörter zu verwenden, idealerweise für jede Website ein anderes, und nur vertrauenswürdige Geräte und Internetverbindungen zu nutzen. Anstatt sich über einen Browser in Bankkonten einzuloggen, ist es sicherer, eine Banking-App mit Zwei-Faktor-Authentifizierung zu verwenden.


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