Endlich ist es soweit! Wir starten unsere neue Serie „Landwirtschaftliche Beratung“. Das erste Thema, das wir ausführlich behandeln, sind erneuerbare Energien in der Landwirtschaft. Im heutigen Artikel stellen wir Produkte für erneuerbare Energien in der Landwirtschaft vor und beleuchten deren Vorteile.
Seit Jahren sind erneuerbare Energien in der Landwirtschaft ein grundlegender Bestandteil des wirtschaftlichen Wandels hin zur Klimaneutralität. Angesichts des steigenden Verbrauchs konventioneller Energieträger steht die Landwirtschaft vor der enormen Herausforderung, den Klimawandel einzudämmen, während gleichzeitig die Energiepreise rapide steigen. Daher stellen erneuerbare Energien in der Landwirtschaft nicht nur eine ökologische Alternative dar, sondern bieten auch ein neues Instrument zur Sicherung der Energieunabhängigkeit und wirtschaftlichen Stabilität.
In der Landwirtschaft spielen Agrophotovoltaik, Windparks, Biomasse und Wärmepumpen eine immer wichtigere Rolle und ersetzen konventionelle Energiequellen. Wir müssen uns bewusst machen, dass der Energiebedarf hauptsächlich durch fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Erdgas gedeckt wird, die nicht erneuerbar sind und irgendwann erschöpft sein werden. Daher ist es wichtig zu betonen, dass eine vernünftige Politik sicherstellen kann, dass erneuerbare Energien den Energiebedarf der landwirtschaftlichen Betriebe vollständig decken und zu einem neuen Geschäftsmodell für Landwirte (und nicht nur für Prosumer) werden.
Agrophotovoltaik
Bei der Photovoltaik wird aus Sonnenstrahlung Strom erzeugt. In der Landwirtschaft werden Agrophotovoltaikanlagen auf drei Arten betrieben: (i) durch die Installation von Modulen auf dem Boden, wobei zwischen den Modulen Pflanzen wachsen und so die Bodenfruchtbarkeit erhalten bleibt; (ii) durch die Montage der Module auf einer Überdachung, also einem speziellen Rahmen, unter dem Pflanzen wachsen und die Bodenfruchtbarkeit erhalten bleibt; und (iii) durch die Installation der Module auf dem Dach eines Gebäudes. Der aus Agrophotovoltaikanlagen gewonnene Strom kann in das Stromnetz eingespeist oder für den Eigenbedarf genutzt werden.
Windparks
Windenergie wird mithilfe von Windkraftanlagen in Strom umgewandelt. Investitionen in Windparks, ähnlich wie in die Agrophotovoltaik, fördern die regionale Entwicklung, generieren hohe Einnahmen für Landbesitzer und tragen zum Wirtschaftswachstum bei. Unsere Erfahrung zeigt, dass Windparks keine großen Flächen benötigen und Landwirte zudem Brachland und minderwertige landwirtschaftliche Flächen effektiv nutzen können. Wir betonen jedoch, dass – wie bei der flächendeckenden Nutzung von Agrophotovoltaik – die Windverhältnisse bei der Installation eines Windparks berücksichtigt werden müssen. Dies liegt daran, dass für den ordnungsgemäßen und effizienten Betrieb eines Windparks eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von mindestens 5 m/s erforderlich ist.
Biomasse
Gemäß der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014 bezeichnet Biomasse den biologisch abbaubaren Anteil von Produkten, Abfällen und Reststoffen aus der Landwirtschaft (einschließlich Stoffen pflanzlichen und tierischen Ursprungs), der Forstwirtschaft und verwandten Wirtschaftszweigen wie Fischerei und Aquakultur sowie Biogase und den biologisch abbaubaren Anteil von Industrie- und Siedlungsabfällen. Biomasse kann zu Biokraftstoffen verarbeitet und zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Sie ist eine ideale Lösung zur Reduzierung des Treibhauseffekts, da die Landwirtschaft unbegrenzte Mengen an Biomasse liefert, aus der Energie gewonnen werden kann. Zu diesem Material gehören Stroh, Heu, Kraut, Schnittgut, Rinde, Hobelspäne, Sägemehl, Tierhaltungsabfälle, entwässerter Klärschlamm und Energiepflanzen.
Im Hinblick auf die Vorteile erneuerbarer Energien in der Landwirtschaft ist hervorzuheben, dass die Landwirtschaft der Zukunft untrennbar mit ihnen verbunden ist. Hohe Strompreise, Schwierigkeiten beim Bezug konventioneller Energieträger, der Respekt vor der Natur, der Umweltschutz, reduzierte Treibhausgasemissionen und ein geringeres Risiko von Energieversorgungsunterbrechungen zählen zu den größten Vorteilen erneuerbarer Energien. Ergänzt werden sollte diese Liste durch ein neues landwirtschaftliches Geschäftsmodell, das eine effizientere Bewirtschaftung weniger ertragreicher landwirtschaftlicher Flächen ermöglicht. Dieses Modell sieht die Verpachtung von Land für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien vor und erlaubt Landwirten, Investitionen in erneuerbare Energien eigenständig oder gemeinsam über Energiegenossenschaften zu tätigen.
Die Energiewende ist Realität. Photovoltaikanlagen, Windparks, Elektroautos, Biogasanlagen und Wärmepumpen sind heute fester Bestandteil der polnischen Wirtschaft, einschließlich der Landwirtschaft. Die Umsetzung eigener Investitionen in erneuerbare Energien erfordert jedoch eine sorgfältige Vorbereitung, den Einsatz moderner Lösungen, Unterstützung bei der Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben und den Abschluss eines Vertrags, der die Gleichberechtigung der Vertragsparteien widerspiegelt.
In den kommenden Wochen werden wir das Thema erneuerbare Energien weiterführen und laden Sie ein, den nächsten Artikel zu lesen, in dem wir mögliche Fördermöglichkeiten vorstellen werden.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar.
Rechtsstatus ab dem 10. Juli 2024
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